Freitag, 27. August 2010
Das Fachmagazin „AIDS Research & Therapy“ berichtet von einem neuartigem Verfahren im Kampf gegen Aids und HIV .
Die neue Therapie bekämpft nicht wie bisher die Erreger im Blut, sondern die befallenen Zellen selbst.
Hierbei wird sich die Apoptose zu Nutzen gemacht. Dies ist der natürliche Selbstvernichtungsmechanismus der Zellen, der immer dann einsetzt, wenn das Erbgut der Zelle zu sehr verändert wurde. (z.B. Selbstschutz des Körpers vor Tumorzellen)
Normalerweise vermeidet der HI-Virus es, das Erbgut seiner Wirtszelle stark zuverändern, und schleußt nur soviel seiner eigenen Erbinformation in sie hinein, wie unbedingt nötig. Folglich setzt auch kein Selbstzerstörungsmechanismus der Zelle ein, und das Virus kann sich ungehindert verbreiten.
Hier kommt eine von den Forschern neu entwickelte Substanz ins Spiel: Sie bringt den Virus dazu das Erbgut seiner Wirtszelle stärker zu verändern, woraufhin diese vernichtet wird.
Allerdings war das Verfahren bisher nur bei gezüchteten Zellkulturen im Labor erfolgreich.
Die beteiligten Wissenschaftler sind aber zuversichtlich, dass die Therapie auch beim Menschen Erfolg zeigen könnte.
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